Bildschirmschoner nutzen
Bildschirmschoner waren in den frühen Jahren der Computernutzung weit verbreitet, um Bildschirme vor sogenannten Einbrenneffekten zu schützen. Heute sind sie immer noch beliebt, aber ist ihr Nutzen in der modernen IT-Welt wirklich relevant? In diesem Artikel untersuchen wir den Ursprung des Mythos, erklären die Realität und gehen auf die technischen Hintergründe ein.
Ursprung des Mythos
Warum glaubte man früher, dass Bildschirmschoner notwendig sind?
Der Mythos um die Nützlichkeit von Bildschirmschonern stammt aus der Zeit der Kathodenstrahlröhrenmonitore (CRT-Monitore). Diese frühen Monitore hatten das Problem, dass statische Bilder, die über längere Zeit angezeigt wurden, ein „Einbrennen“ verursachten. Das bedeutete, dass ein dauerhaft sichtbarer Schatten des Bildes auf dem Bildschirm blieb. Um dies zu verhindern, wurden Bildschirmschoner entwickelt, die das Bild in Bewegung hielten und somit das Risiko des Einbrennens minimierten.
Die Realität
Sind Bildschirmschoner heute noch notwendig oder nützlich?
In der Realität sind Bildschirmschoner bei modernen Monitoren und Technologien, wie LCD- und OLED-Bildschirmen, weitgehend unnötig geworden. Diese modernen Displays haben keine Einbrennprobleme wie die alten CRT-Monitore. Während OLED-Bildschirme unter bestimmten Bedingungen immer noch von Einbrenneffekten betroffen sein können, bietet die Technologie selbst Schutzmechanismen, wie Pixelverschiebung, um diesen Effekt zu minimieren. Die meisten Nutzer verwenden heute Bildschirmschoner eher aus ästhetischen Gründen oder als Bildschirmschutz mit passwortgeschütztem Sperrbildschirm. Zudem verbrauchen Bildschirmschoner unnötige Energie, wenn sie auf aktivierten Bildschirmen laufen. Die effizientere Alternative ist der Ruhezustand oder das Ausschalten des Monitors, was Energie spart und die Lebensdauer des Geräts verlängert.
Technische Erklärung
Warum Bildschirmschoner in der modernen Technologie nicht mehr notwendig sind.
Moderne LCD- und LED-Monitore funktionieren anders als CRT-Monitore. Ein Einbrennen ist bei LCDs fast nicht existent, da die Technologie Pixel verwendet, die durch eine Hintergrundbeleuchtung beleuchtet werden. OLEDs sind technisch anfälliger für sogenannte „Image Retention“, also vorübergehende Geisterbilder, aber die eingebauten Schutzmechanismen der Geräte minimieren das Risiko erheblich. Darüber hinaus sind moderne Betriebssysteme so konzipiert, dass sie den Bildschirm nach einer bestimmten Inaktivitätszeit automatisch ausschalten oder in den Energiesparmodus versetzen. Das spart Energie und schützt den Monitor effizienter als ein Bildschirmschoner.
Ist dieser Mythos bestätigt?
Dieser Mythos ist nicht bestätigt.
Der Mythos, dass Bildschirmschoner heute noch einen praktischen Nutzen haben, ist veraltet. Sie sind weder notwendig noch besonders nützlich, außer vielleicht aus ästhetischen Gründen oder als Schutz durch einen Sperrbildschirm.
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