In der Blockchain sind Dokumente und Bilder gespeichert
Oft wird die Blockchain-Technologie als ein Ort beschrieben, an dem verschiedene Arten von Daten, einschließlich Dokumenten und Bildern, direkt gespeichert werden. Doch entspricht diese Annahme der Realität? In diesem Artikel untersuchen wir den Ursprung dieses Mythos, die tatsächliche Funktionsweise der Blockchain und warum es wichtig ist, zwischen direkter und indirekter Speicherung zu unterscheiden.
Ursprung des Mythos
Warum glauben viele, dass Dokumente und Bilder in der Blockchain gespeichert sind?
Der Ursprung dieses Mythos liegt in der grundlegenden Funktion der Blockchain als ein dezentrales, unveränderliches Register für Daten. Da Blockchains verwendet werden, um Transaktionen und Informationen zu speichern, entstand die Vorstellung, dass sie auch direkt für die Speicherung von Dokumenten, Bildern und anderen großen Dateien genutzt werden. Die Popularität von Begriffen wie „digitale Eigentumsnachweise“ und „tokenisierte Kunstwerke“ im Zusammenhang mit NFTs (Non-Fungible Tokens) hat diesen Mythos weiter verstärkt. Viele verstehen NFTs fälschlicherweise so, dass die tatsächlichen Bilddateien oder Dokumente in der Blockchain selbst gespeichert sind.
Die Realität
Werden Dokumente und Bilder wirklich in der Blockchain gespeichert?
Die Realität ist, dass Blockchains normalerweise keine großen Datenmengen wie Dokumente oder Bilder direkt speichern. Stattdessen speichern sie Hashes oder Verweise auf externe Speicherorte, wo diese Dateien gesichert sind. Blockchains sind in erster Linie für die Speicherung kleiner Datenmengen, wie Transaktionsdaten und Metadaten, ausgelegt. Der Grund dafür ist, dass Blockchains, um dezentral und effizient zu bleiben, begrenzte Speicherkapazitäten haben und die Speicherung großer Datenmengen sowohl teuer als auch technisch unpraktisch wäre. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von NFTs, die oft fälschlicherweise als Speicherung des Kunstwerks in der Blockchain betrachtet werden. Tatsächlich enthält ein NFT in der Blockchain normalerweise nur Metadaten, die auf eine externe Quelle verweisen, wo das eigentliche Bild gespeichert ist, wie auf einem dezentralen Dateisystem (z. B. IPFS – InterPlanetary File System). Die Blockchain speichert also den Beweis des Besitzes und einen Verweis auf die Datei, nicht die Datei selbst.
Technische Erklärung
Warum können Dokumente und Bilder nicht direkt in der Blockchain gespeichert werden?
Die technische Struktur von Blockchains ist auf Effizienz und Verteilung ausgelegt. Jede Transaktion und jeder gespeicherte Datensatz wird auf vielen Knoten (Nodes) im Netzwerk repliziert, um die Integrität und Unveränderlichkeit zu gewährleisten. Wenn große Dateien wie Dokumente und Bilder direkt in der Blockchain gespeichert würden, würde dies die Blockgröße erheblich vergrößern und die Leistungsfähigkeit des Netzwerks beeinträchtigen. Das Ergebnis wäre ein ineffizientes und schwerfälliges System mit hohen Kosten für die Speicherung. Stattdessen werden Hashes oder kryptografische Verweise verwendet, um Dateien zu identifizieren, die an einem separaten Speicherort gesichert sind. Ein Hash ist ein einzigartiger Fingerabdruck einer Datei, der auf der Blockchain gespeichert wird, um die Integrität und Echtheit der Datei zu überprüfen. Die tatsächliche Datei bleibt außerhalb der Blockchain, oft in einem dezentralen oder zentralisierten Speichersystem.
Ist dieser Mythos bestätigt?
Dieser Mythos ist nicht bestätigt.
Der Mythos, dass Dokumente und Bilder direkt in der Blockchain gespeichert werden, ist falsch. Blockchains speichern in der Regel nur Verweise oder kryptografische Beweise für Dateien, während die eigentlichen Daten extern gesichert werden.
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