Backups werden Sie vor allem schützen

Backups sind ein unverzichtbarer Bestandteil jeder IT-Sicherheitsstrategie und werden oft als Allheilmittel betrachtet, das ein Unternehmen vor jeder Art von Datenverlust schützt. Doch reicht es wirklich aus, einfach regelmäßige Backups zu erstellen, um sich vor allen Gefahren zu schützen? In diesem Artikel beleuchten wir den Ursprung dieses Mythos, die Realität und warum Backups allein nicht ausreichend sind, um umfassenden Schutz zu gewährleisten.

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Ursprung des Mythos

Warum glauben viele, dass Backups der ultimative Schutz sind?

Der Ursprung dieses Mythos liegt in der weit verbreiteten Annahme, dass Backups das effektivste Mittel gegen Datenverlust sind. Unternehmen und IT-Experten haben über Jahre hinweg betont, wie wichtig es ist, regelmäßige Sicherungen anzulegen, um im Falle eines Hardwaredefekts, eines versehentlichen Datenverlusts oder eines Ransomware-Angriffs geschützt zu sein. Diese Betonung führte dazu, dass viele den Eindruck gewannen, dass ein funktionierendes Backup-System allein ausreiche, um im Ernstfall geschützt zu sein.

Zudem hat die einfache Vorstellung „Datenverlust = Wiederherstellung aus dem Backup“ dazu beigetragen, die Bedeutung von Backups zu überhöhen und andere Sicherheitsmaßnahmen in den Hintergrund treten zu lassen.

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Die Realität

Können Backups wirklich vor allen Bedrohungen schützen?

Die Realität ist, dass Backups zwar ein essenzieller Bestandteil jeder Sicherheitsstrategie sind, aber allein keinen vollständigen Schutz bieten. Backups helfen, Daten wiederherzustellen, wenn sie verloren gehen oder beschädigt werden, doch sie verhindern nicht den ursprünglichen Vorfall, der zum Datenverlust geführt hat. Ein Beispiel ist ein Ransomware-Angriff: Während ein aktuelles Backup helfen kann, Daten wiederherzustellen, schützt es nicht davor, dass die Ransomware erneut zuschlägt oder die IT-Infrastruktur kompromittiert bleibt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit der Backups selbst. Wenn Backups nicht ausreichend geschützt sind, können sie selbst Ziel von Cyberangriffen werden. Angreifer versuchen zunehmend, auch Backup-Dateien zu verschlüsseln oder zu löschen, um die Erholungsmöglichkeiten des Opfers zu verringern. Daher ist es wichtig, dass Backups regelmäßig überprüft, sicher gelagert und durch zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffskontrollen geschützt werden.

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Technische Erklärung

Warum sind Backups allein nicht genug, um umfassend geschützt zu sein?

Backups sind nur ein Teil einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie. Sie dienen der Datenwiederherstellung, aber nicht der Prävention. Zu einer umfassenden Strategie gehören Maßnahmen wie Firewalls, Virenschutz, regelmäßige Software-Updates und Mitarbeiterschulungen, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Ein Backup mag helfen, verlorene Daten zurückzuholen, bietet aber keinen Schutz vor Datenlecks, kompromittierten Zugangsdaten oder gezielten Angriffen auf die Netzwerkinfrastruktur. Moderne Cyberbedrohungen sind oft so ausgeklügelt, dass sie Systeme infiltrieren und Schwachstellen ausnutzen, bevor sie entdeckt werden. Ein gut durchdachtes Backup-Konzept sollte daher regelmäßige Prüfungen, Offsite-Speicherung (z. B. Cloud-Backups) und eine Trennung von operativen Netzwerken und Backup-Systemen umfassen, um eine zusätzliche Sicherheitsebene zu schaffen.

Ist dieser Mythos bestätigt?

Dieser Mythos ist nicht bestätigt.

Der Mythos, dass Backups allein vor allen Bedrohungen schützen, ist falsch. Backups sind ein wichtiger Bestandteil der IT-Sicherheit, bieten aber nur Schutz im Bereich der Datenwiederherstellung und müssen durch andere präventive Maßnahmen ergänzt werden, um umfassend abgesichert zu sein.


Tags:

Backup

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