Unsere Firma hat keine wertvollen Daten

Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische Betriebe, glauben, dass ihre Daten nicht wertvoll genug sind, um das Interesse von Cyberkriminellen zu wecken. Doch entspricht diese Vorstellung der Realität? In diesem Artikel untersuchen wir, warum dieser Mythos gefährlich ist, was tatsächlich hinter den Angriffen steckt und welche technischen Hintergründe es gibt.

Vorlesen

Kann aktuell nicht vorgelesen werden.

Ursprung des Mythos

Warum denken viele Unternehmen, dass ihre Daten nicht wertvoll sind?

Der Ursprung dieses Mythos liegt oft in der Annahme, dass nur große Unternehmen mit sensiblen oder finanziell lukrativen Daten das Ziel von Cyberangriffen sind. Viele kleinere Unternehmen glauben, dass ihre Geschäftsdaten keine Zielscheibe darstellen, da sie nicht die gleiche finanzielle Tragweite haben wie die von Konzernen oder großen Organisationen. Diese Annahme wird oft durch die mediale Berichterstattung bestärkt, die sich hauptsächlich auf spektakuläre Cyberangriffe auf bekannte Großunternehmen konzentriert.

Zudem ist es ein verbreiteter Glaube, dass Angreifer nur an den großen „Schätzen“ interessiert sind, wie Kreditkartendaten oder streng geheime Geschäftsgeheimnisse. Kleinere Firmen, die sich als unscheinbar oder wenig relevant betrachten, wiegen sich daher in trügerischer Sicherheit.

Vorlesen

Kann aktuell nicht vorgelesen werden.

Die Realität

Warum sind alle Unternehmensdaten wertvoll, unabhängig von der Größe des Unternehmens?

Die Realität ist, dass Cyberkriminelle nicht nur nach großen Datensätzen suchen, sondern oft jedes Unternehmen angreifen, das Schwachstellen aufweist. Die meisten Hacker arbeiten opportunistisch und nutzen automatisierte Skripte, um potenzielle Ziele zu finden. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sind häufig schlechter abgesichert als große Unternehmen und stellen daher ein leichtes Ziel dar. Selbst einfache Daten wie Kundenlisten, interne Kommunikationsdaten oder Finanzberichte können für Angreifer wertvoll sein. Die Folgen eines Cyberangriffs sind für KMUs oft besonders gravierend. Neben dem direkten finanziellen Schaden können auch Reputationsverluste, Vertrauensbrüche bei Kunden und Partnern sowie rechtliche Konsequenzen durch den Verlust oder Missbrauch von Daten entstehen. Ein Ransomware-Angriff, bei dem Daten verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigegeben werden, kann den Geschäftsbetrieb tagelang oder sogar wochenlang lahmlegen.

Vorlesen

Kann aktuell nicht vorgelesen werden.

Technische Erklärung

Warum sind Daten, die auf den ersten Blick unbedeutend wirken, für Cyberkriminelle wertvoll?

Cyberkriminelle nutzen gestohlene Daten für viele Zwecke. Selbst Daten, die auf den ersten Blick wenig wertvoll erscheinen, können kombiniert und zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Beispielsweise können Kundendaten für Phishing-Attacken verwendet werden, bei denen Betrüger versuchen, zusätzliche sensible Informationen von den Kunden zu erlangen. Interne E-Mails oder Zugangsdaten zu Systemen können Hackern einen Einstiegspunkt in größere Netzwerke bieten oder weiterverkauft werden. Ein weiterer Faktor ist, dass viele Unternehmen Zugang zu Diensten oder Plattformen haben, bei denen die gestohlenen Zugangsdaten weiterverwendet oder missbraucht werden können. Selbst einfache Informationen können auf dem Schwarzmarkt verkauft oder genutzt werden, um Identitätsdiebstahl und Betrug zu begehen.

Ist dieser Mythos bestätigt?

Dieser Mythos ist nicht bestätigt.

Der Mythos, dass Unternehmen keine wertvollen Daten haben, ist falsch. Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, hat Daten, die für Cyberkriminelle von Interesse sind. Der Schutz dieser Daten ist unerlässlich, um die eigene Geschäftstätigkeit und den Ruf zu wahren.


Tags:

DatenverlustCybersicherheitUnternehmenssicherheit

Weitere Mythen aus der Kategorie Sicherheit

Zufällige Mythen


Zum Seitenanfang