Viren führen auch zu physischen Schäden an dem betroffenen Computer

Computerviren sind ein ständiges Sicherheitsrisiko und haben bei Nutzern auf der ganzen Welt Angst vor den möglichen Folgen geweckt. Eine weit verbreitete Annahme ist, dass Viren nicht nur die Software beschädigen, sondern auch physische Schäden an der Hardware eines Computers verursachen können. Doch wie realistisch ist diese Vorstellung? In diesem Artikel beleuchten wir den Ursprung des Mythos, die Realität und die tatsächlichen Fähigkeiten moderner Schadsoftware.

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Ursprung des Mythos

Warum glauben viele, dass Viren physischen Schaden an Computern verursachen können?

Der Ursprung dieses Mythos lässt sich auf die Anfangszeiten der Computerviren zurückführen, als Schadsoftware noch relativ unbekannt und oft mit übertriebenen Geschichten in Verbindung gebracht wurde. Berichte über Viren, die Festplatten unbrauchbar machten oder Lüfter so manipulierten, dass sie nicht mehr funktionierten, trugen zur Verbreitung der Angst bei, dass Viren direkt physische Schäden an der Hardware verursachen könnten. Diese Vorstellungen wurden durch einige tatsächliche Beispiele von Schadsoftware verstärkt, die extreme Systembelastungen verursachten, was Nutzer dazu veranlasste zu glauben, dass auch die Hardware betroffen war.

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Die Realität

Verursachen Computerviren wirklich physischen Schaden an der Hardware?

Die Realität ist, dass Computerviren in den meisten Fällen keine physischen Schäden an der Hardware eines Computers verursachen können. Viren und andere Arten von Malware sind Programme, die sich auf Softwareebene auswirken, indem sie Dateien infizieren, Daten stehlen oder die Systemleistung beeinträchtigen. Sie sind darauf ausgelegt, die Kontrolle über Softwarekomponenten zu übernehmen oder Daten zu manipulieren, nicht aber die physischen Komponenten direkt zu beschädigen. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen bestimmte Arten von Malware indirekte Schäden verursachen könnten. Beispielsweise kann ein Virus die Lüftersteuerung manipulieren, sodass die Temperatur des Systems steigt, was potenziell zu Überhitzung führen könnte. Moderne Computer verfügen jedoch über eingebaute Schutzmechanismen, wie das automatische Herunterfahren bei zu hohen Temperaturen, um physischen Schaden zu verhindern. Ein weiteres Beispiel ist die Manipulation von Festplatten durch extrem häufige Lese- und Schreibvorgänge, die zu einer vorzeitigen Abnutzung führen könnten. Diese Art von Schaden ist jedoch eher eine Folge von übermäßiger Nutzung als eine direkte physische Zerstörung durch den Virus. Das meiste, was ein Computervirus tun kann, ist, die Software zu beeinflussen. Dazu gehört das Löschen von Daten, das Verschlüsseln von Dateien (z. B. bei Ransomware) oder das Lahmlegen von Systemen. Hardwarekomponenten wie die CPU, der Arbeitsspeicher oder die Festplatte können von Malware nicht physisch zerstört werden, da es den Programmen an direktem Zugriff auf die physischen Steuerungen fehlt. Die Hardware ist durch physikalische und elektronische Sicherheitsmaßnahmen geschützt, die verhindern, dass schädliche Software direkten Schaden anrichten kann.

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Technische Erklärung

Warum können Viren in der Regel keine physischen Schäden verursachen?

Die Funktionsweise von Computerviren und anderer Malware ist auf die Manipulation von Software und Betriebssystemen beschränkt. Viren sind Programme, die im Rahmen der vom Betriebssystem bereitgestellten Funktionen arbeiten und somit keinen direkten Zugang zu den Hardware-Steuerungen haben. Selbst wenn ein Virus versucht, Hardwarekomponenten zu überlasten, gibt es in modernen Computern Schutzmechanismen wie thermische Drosselung, Spannungsschutz und automatische Abschaltfunktionen, die physische Schäden verhindern. Ein Virus könnte theoretisch versuchen, durch Befehle die Firmware von Komponenten zu manipulieren, um Fehlfunktionen hervorzurufen. Diese Angriffe sind jedoch sehr komplex und selten. Zudem verfügen viele moderne Geräte über Sicherheitsprotokolle, die Änderungen an der Firmware verhindern oder rückgängig machen können.

Ist dieser Mythos bestätigt?

Dieser Mythos ist nicht bestätigt.

Der Mythos, dass Viren zu physischen Schäden an Computern führen können, ist weitgehend falsch. Während Viren Software und Daten erheblich beeinträchtigen und den Computer unbrauchbar machen können, sind direkte physische Schäden an Hardwarekomponenten äußerst selten und durch die Schutzmaßnahmen moderner Systeme fast unmöglich.


Tags:

VirusSchadprogramme Hardware

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